Regenrinnen und Fallrohre sind essenzielle Bestandteile der Dachentwässerung. Wenn sie verstopfen, kann Wasser an der Fassade oder im Fundament eindringen und teure Schäden verursachen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Verschmutzungen erkennen, selbst Hand anlegen können und wann Profis eingreifen sollten.

Ursachen für Verschmutzungen in Regenrinnen und Fallrohren

Regenrinnen verstopfen häufig durch Laubablagerungen, Moos und Algenbeläge. Bei Flachdächern sammeln sich zudem Schmutz und Vogelkot an. Fallrohre können durch herabfallende Blätter, Vogelfedern oder Hagelkörner blockiert werden. Besonders in Herbst und Winter entstehen solche Verschmutzungen schneller.

Mangelnde Wartung führt dazu, dass sich organisches Material zersetzen und festsetzen kann. Dadurch entstehen nicht nur Stauungen, sondern auch unangenehme Gerüche.

Anzeichen für verstopfte Regenrinnen und Fallrohre

  • Wasser läuft über die Kanten der Regenrinne statt in die Rohre zu fließen
  • Sichtbare Laub-, Moos- oder Schmutzablagerungen in der Rinne
  • Kein oder nur schwaches Wasserrauschen aus dem Fallrohr bei Regen
  • Feuchtigkeitsflecken an der Hausfassade unterhalb des Fallrohrs
  • Muffiger oder fauliger Geruch aus der Regenrinne
  • Moosbildung in der Rinne und an der Fassade

Selbsthilfe: Regenrinnen sicher reinigen

Bei oberflächlichen Verschmutzungen können Sie selbst tätig werden. Sicherheit geht vor: Verwenden Sie eine stabile Leiter, sichern Sie diese gegen Verrutschen und lassen Sie sich idealerweise von einer zweiten Person unterstützen. Arbeiten Sie niemals auf nassen oder instabilen Leitern.

Mit einem Straßenbesen oder einer Gartenharke entfernen Sie Laub und lockere Verschmutzungen aus der Rinne. Nutzen Sie einen Eimer zum Sammeln des Materials. Spülen Sie die Rinne anschließend mit dem Gartenschlauch durch und kontrollieren Sie, ob das Fallrohr freigespült wird. Verstopfungen im Fallrohr selbst lassen sich oft mit einem Stab oder Draht lockern.

Hartnäckige Ablagerungen, Moos oder Algen erfordern höheren Aufwand. Hochdruckreiniger können dabei helfen, sollten aber mit Bedacht eingesetzt werden, um die Rinne nicht zu beschädigen.

Wann Sie Fachkräfte hinzuziehen sollten

Professionelle Reinigung ist sinnvoll, wenn:

  • Sie sich nicht sicher auf der Leiter bewegen können
  • Die Rinne mehrere Meter hoch oder schwer zugänglich ist
  • Hartnäckige Verschmutzungen oder Moos nicht entfernbar sind
  • Das Fallrohr tief im Untergrund verläuft und blockiert ist
  • Beschädigungen an Rinne oder Rohr sichtbar sind

Fachbetriebe verfügen über Hubsteiger, spezialisierte Reinigungstechnik und können auch Schäden diagnostizieren. Bei verstopften unterirdischen Fallrohren ist Hochdruckreinigung oder Rohrreinigung mit Spirale oft die einzige Lösung.

Regelmäßige Wartung verhindert Probleme

Die beste Vorbeugung ist regelmäßige Wartung. Reinigen Sie Regenrinnen mindestens zweimal pro Jahr – ideell im Frühling nach dem Laubfall und im Herbst vor den Wintermonaten. In stark bewaldeten Gegenden kann häufigere Reinigung sinnvoll sein.

Gitteraufsätze oder Laubschutzgitter können zwar Laub fernhalten, erfordern aber selbst regelmäßige Reinigung. Sie sind keine vollständige Lösung.

Kontrollieren Sie nach Starkregenereignissen, ob die Entwässerung funktioniert. Feuchte Stellen an der Fassade oder im Keller sind Warnsignale für Probleme.

Professionelle Hilfe ist nur einen Anruf entfernt

Wenn Sie unsicher sind oder größere Arbeiten anfallen: Wir organisieren Fachkräfte vor Ort, die Ihre Regenrinnen und Fallrohre gründlich reinigen und überprüfen. Unsere Hotline 0151 611 342 71 ist rund um die Uhr erreichbar – auch bei Notfällen mit Wasserschäden.