Ein verstopfter Hausanschluss kann schnell zu einem kostspieligen Problem werden. Viele Hausbesitzer und Mieter fragen sich: Wer zahlt eigentlich für die Reinigung und Reparatur? Die Antwort ist nicht immer eindeutig und hängt von verschiedenen Faktoren ab – insbesondere davon, wo genau die Verstopfung sitzt und wem die betroffenen Rohre gehören.

Was ist der Hausanschluss?

Der Hausanschluss ist die Verbindung zwischen dem öffentlichen Abwassernetz der Stadt und dem privaten Abwassersystem Ihres Hauses. Er verläuft in der Regel unter der Straße und dem Grundstück. Diese Unterscheidung ist entscheidend, denn sie bestimmt, wer für Reinigung und Reparatur verantwortlich ist.

Verstopfung im öffentlichen Teil – die Stadt zahlt

Der öffentliche Hausanschluss beginnt an der Straße und endet an der Grundstücksgrenze. Ist dieser Teil verstopft oder beschädigt, trägt in der Regel die Stadt oder die zuständige Gemeinde die Kosten. Dies ist in den meisten Bundesländern gesetzlich festgelegt. Sie als Eigentümer müssen die Verstopfung zunächst der Stadt oder dem Abwasserzweckverband melden.

Verstopfung im privaten Teil – der Eigentümer zahlt

Sobald der Hausanschluss Ihr Grundstück erreicht, sind Sie als Eigentümer verantwortlich. Das bedeutet: Liegt die Verstopfung im privaten Bereich – also in den Rohren auf Ihrem Grundstück oder im Haus selbst – müssen Sie für die Kosten aufkommen. Dies gilt auch für Beschädigungen oder Verstopfungen, die durch mangelnde Wartung entstanden sind.

Wie erkennt man, wo die Verstopfung sitzt?

Eine professionelle Rohrreinigung mit Kameratechnik zeigt genau, wo das Problem liegt. Die Fachkräfte können die Rohre untersuchen und dokumentieren, ob die Verstopfung im öffentlichen oder privaten Bereich sitzt. Dies ist wichtig für die Kostenverteilung und eine mögliche Beschwerde bei der Stadt.

Kostenersparnis durch schnelles Handeln

Je schneller ein verstopfter Hausanschluss behoben wird, desto geringer sind in der Regel die Kosten. Verzögerungen können zu Rückstaus, Wasserschäden und komplizierten Reparaturen führen. Daher sollten Sie bei Anzeichen einer Verstopfung schnell handeln:

  • Abflussgeräusche oder langsame Abflüsse in mehreren Räumen
  • Unangenehme Gerüche im Haus oder auf dem Grundstück
  • Wasser, das aus Abläufen oder der Toilette zurückkommt
  • Sichtbare Vernässungen im Garten oder Keller

Was tun bei Verdacht auf Verstopfung?

Wenden Sie sich zunächst an einen Fachbetrieb, der mit moderner Kameratechnik arbeitet. So wird genau festgestellt, wo die Verstopfung liegt. Liegt das Problem im öffentlichen Bereich, können Sie die Stadt auffordern, tätig zu werden. Liegt es im privaten Bereich, müssen Sie selbst für die Reinigung und Reparatur sorgen.

Bei Notfällen oder Rückstaus ist schnelle Hilfe erforderlich. Sie erreichen kompetente Fachkräfte rund um die Uhr unter 0151 611 342 71.

Mieterwohnungen – besonderheiten

Mieter sollten ihren Vermieter sofort informieren, wenn sie Anzeichen einer Verstopfung bemerken. Der Vermieter ist für die Erhaltung der Wohnung und der Leitungen verantwortlich. Wer letztendlich zahlt, richtet sich wieder danach, ob die Verstopfung im öffentlichen oder privaten Bereich liegt.