Eine Kanal-TV-Inspektion ist eine bewährte Methode, um den Zustand von Abwasserleitungen und Kanälen ohne Ausgrabungen zu prüfen. Mit moderner Kameratechnik lassen sich Schäden, Verschleißerscheinungen und Verstopfungen präzise erkennen. Dieser Ratgeber erläutert den kompletten Ablauf einer solchen Inspektion.

Vorbereitung und Termin-Absprache

Am Anfang steht ein Gespräch mit den Fachkräften vor Ort. Dabei werden die zu prüfenden Rohrabschnitte, mögliche Zugangspunkte und besondere Besonderheiten geklärt. Die Fachkräfte informieren Sie über den zeitlichen Rahmen und notwendige Vorbereitungen. In der Regel sollten Zugänge zu Inspektionsschächten frei erreichbar sein.

Prüfung der Zugangswege

Zu Beginn des Einsatzes überprüfen die Monteure die Zugänge zum Rohrsystem. Sie kontrollieren, ob die Inspektionsschächte erreichbar und sicher zu öffnen sind. Dabei werden auch Sicherheitsaspekte beachtet – etwa Gasbildung in geschlossenen Systemen oder Rutschgefahren. Dies ist ein wichtiger Schritt für die Sicherheit aller Beteiligten.

Einführung der Inspektionskamera

Die hochauflösende Kamera wird vorsichtig in das Rohrsystem eingeführt. Die Kamera ist an einem flexiblen Kabel befestigt, das von den Fachkräften kontinuierlich vorgeschoben wird. Die Kamera sendet Live-Bilder an einen Monitor, auf dem die Fachkräfte das Rohrinnenere in Echtzeit beobachten. So können Schäden, Ablagerungen oder Risse sofort erkannt werden.

Systematische Begehung und Dokumentation

Die Fachkräfte fahren die Kamera methodisch durch den gesamten Rohrabschnitt. Sie halten den Vorschub gleichmäßig und dokumentieren auffällige Stellen durch Markierungen oder Video-Aufnahmen. Jeder Befund wird notiert: Risse, Wurzeldurchdringung, Verschlackung, Unebenheiten oder andere Mängel.

  • Risse und Bruchstellen in der Rohrwandung
  • Ablagerungen, Kalk oder Fettansatz
  • Wurzeleintritt und biologische Verschmutzung
  • Verformungen oder Verrutschungen von Rohrsegmenten
  • Undichte Muscheln oder fehlerhafte Verbindungsstellen

Zustandsbewertung und Diagnose

Nach der Befahrung bewerten die Fachkräfte den Zustand des Rohrsystems. Sie ordnen die Befunde in Schweregrade ein und leiten aus den Ergebnissen Handlungsempfehlungen ab. Dabei wird deutlich, ob eine Reinigung ausreicht oder eine Sanierung notwendig ist.

Erstellung des Inspektionsberichts

Im Anschluss erstellen die Fachkräfte einen detaillierten Inspektionsbericht. Dieser enthält Fotos, Video-Sequenzen und eine schriftliche Zusammenfassung aller Befunde. Der Bericht zeigt Ihnen genau, in welchen Bereichen Handlungsbedarf besteht und welche Schritte sinnvoll sind.

Beratung und nächste Schritte

Die Fachkräfte besprechen die Ergebnisse mit Ihnen und erklären, welche Maßnahmen empfohlen werden. Ob Reinigung, Spülung oder weiterführende Sanierungsarbeiten – Sie erhalten eine fundierte Einschätzung auf Grundlage der Inspektionsergebnisse.

Wichtige Hinweise zur Vorbereitung

Damit die Inspektion reibungslos ablaufen kann, sollten Sie:

  • Zugänge zu Schächten freiräumen und zugänglich machen
  • Parkplätze für Fahrzeuge reservieren
  • Haushaltsmitglieder informieren, dass während der Inspektion Wasser nicht genutzt werden sollte
  • Bei Fragen oder Unsicherheiten die Hotline kontaktieren

Benötigen Sie eine Kanal-TV-Inspektion oder haben Fragen zum Ablauf? Rufen Sie die Fachkräfte an: 0151 611 342 71 (24/7 erreichbar). So erhalten Sie schnell eine professionelle Diagnose und wissen, welche nächsten Schritte notwendig sind.